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Leserbrief: Anregung an unsere Entscheidungsträger, Ämter und die Bürgerinitiative
Wenn es richtig verstanden wurde, 2 Stadträte verweigerten ihre Zustimmung u.a. mit der Begründung, dass man erst einmal eine konzeptionelle Planung für die neuen, vom Land zur Verfügung gestellte Grundstücke vornehmen sollte.Gut so; die Zeit für eine umfassende eigene Information und einen intensiven Denkprozess sollte man sich nehmen.
Dieser Streifen reicht vom Waldrand/Gemarkungsgrenze Karlsruhe bis zur Kreisstraße K3581; es ergeben sich damit für die Entwicklung der Stadt auch in Bezug auf EDEKA noch weitere Möglichkeiten, die einzubringen und zu erörtern sind.
Die Fotomontage zeigt die angedachte Flächenaufteilung. Diese bringt aber auch erhebliche Nachteile mit sich, die man ohne Verzicht auf das Projekt und ohne Mehrkosten u.U. vermeiden könnte.
Der Lieferverkehr mit den vollen LKW zum Werk hin, der abfließende Verkehr der entladenen (leeren!) Laster, die vielen kleineren kommenden und wieder abfahrenden Transporter der Verteilerkette, sowie der Pendlerverkehr der Angestellten soll zu einem Großteil über den Kreisel am Epplesee und den Tunnel im Silberstreifen abgewickelt werden. Genauere Zahlen bezüglich dieser Transporte stehen noch aus, dennoch kann man heute schon sicher feststellen:
* Bevor EDEKA in vielleicht 5 Jahren Gewinn abwirft und erst dann auch zur Gewerbesteuer der Stadt etwas nennenswertes beiträgt, werden die Schäden am Kreisel und auf den Straßen durch eben diesen Verkehr von der Stadt zu bezahlen sein.
* Ferner: bei diesem hohen Verkehrsaufkommen durch den Tunnel wird es dann fast unmöglich werden, die Kreisstraße an der Kreuzung Kutschenweg ohne ganz beträchtliches Unfallrisiko zu überqueren. Soll da eine Fußgänger-Drück-Ampel hin?
Frage: wäre es nicht richtig, nach Möglichkeiten zu suchen, die diese Mängel zumindest verkleinern? Eine solche Alternative wäre m.E. dadurch gegeben, dass man dieses Fleischwerk nicht an dem gerade im Gespräch befindlichen Standort aufbaut, sondern es ca. 1000 m gegen Südwesten verschiebt und direkt an der K3581 platziert.
Auf der og. Fotomontage wäre das EDEKA-Fleischwerk-Werk dann ganz am unteren Bildrand zu sehen.
Die Vorteile ohne Mehrkosten könnten sein:
... der Kreisel wird von dem schweren Werksverkehr deutlich entlastet; die Schäden werden minimiert;
... eine eigene Werkseinfahrt von der K3581 her bringt insgesamt viele kürzere Wege (CO2 und Zeit);
... zweigt man die Werkszufahrt schon in der Tunnelsohle ab, so wäre das querende Verkehrsaufkommen an der Kreuzung
Kutschenweg ebenfalls sicherer zu bewältigen (Fußgänger und Radfahrer mit Anhänger zum Epplesee, Segelflieger);
... der Nachteile für die Segelflieger, deren Beeinträchtigung, wird zumindest vorläufig ebenfalls verringert.
... legt man als Gelände für die Ausgleichsmaßnahmen längs des Kutschenweges fest, gewinnt dieser Weg an Qualität.
Obige Anregung muss nicht die beste Lösung sein. Wägt man Vorteile und Nachteile aber gegeneinander ab, so dürfte es kaum möglich sein, einen alternativen Standort mit diesem Gewinn bei der Planung einfach zu übergehen.
Rüdiger Ratzel
Bienwaldstraße 3
76287 Rheinstetten |